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4. Zentrale Herausforderungen im Bereich Energieeffizienz

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4. Zentrale Herausforderungen im Bereich Energieeffizienz

Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) werden die Anreize für Effizienzinvestitionen durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen und weiterführenden Arbeitsprozessen verstärkt. Bis zum Jahr 2020 können wir deutliche Fortschritte bei der Steigerung der Energieeffizienz erwarten. Bereits heute muss jedoch über diesen Zeitraum hinaus gedacht und analysiert werden, welche strategischen Herausforderungen sich für die Energieeffizienzpolitik stellen – dies insbesondere mit Blick auf die angestrebte Halbierung des Primärenergieverbrauchs bis zur Mitte des Jahrhunderts. Diese Analyse wollen wir mit dem Grünbuch einleiten und auch die Schlussfolgerungen für den heutigen Instrumentenmix diskutieren. Dazu stellt das Grünbuch fünf Schwerpunktthemen in den Mittelpunkt:

 

  • Efficiency First (Kap. 4.1): Wie kann das Grundprinzip des Vorrangs der Vermeidung und Verringerung des Energieverbrauchs konkret in Planungs- und Steuerungsprozessen der Energiepolitik und des Energiemarktes angewandt werden?
  • Weiterentwicklung des Instrumentariums (Kap 4.2): Wie kann das heutige Instrumentarium weiterentwickelt werden, um das Ziel einer Halbierung des Primärenergieverbrauchs bis 2050 zu erreichen? Wie kann grundlegenden Herausforderungen (z.B. Rebound-Effekten) und aktuellen Entwicklungen (z.B. sinkenden Energiepreisen) begegnet werden?
  • Energieeffizienz-Politik auf europäischer Ebene (Kap 4.3): Wie entwickelt sich der europäische Rahmen für die Effizienzpolitik und wie kann eine effektive Aufgabenteilung zwischen europäischer und nationaler Ebene erreicht werden?
  • Sektorkopplung (Kap. 4.4): Wenn wachsende Anteile von erneuerbaren Energien im Stromsektor für die weitgehende Dekarbonisierung in anderen Sektoren genutzt werden: Welche Anforderungen sind für einen energieeffizienten Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien in Abwägung mit anderen Dekarbonisierungsoptionen zu formulieren?
  • Digitalisierung (Kap. 4.5): Welche Herausforderungen und Chancen bietet der Einsatz digitaler Technologien für die Steuerung von Energieverbrauch und -erzeugung? Wie werden „digitale Geschäftsmodelle“ den Energiemarkt verändern, und was bedeutet dies für die Energieeffizienz-Politik? 

 

Kommentare zu „4. Zentrale Herausforderungen im Bereich Energieeffizienz”

    • 1.
    • von Arnold DrewerVerband
    • 16.08.2016 14:37

    solange es schick ist, in immer größeren Wohnungen zu leben,

    solange sind alle Effizienzbemühungen im Gebäudebereich zum Scheitern verurteilt. Die spezifische Wohnfläche in m² pro Person sind seit 1990 (35 m²) auf inzwischen fast 45 m² pro Person angestiegen. So viele Passivenergiehäuser und KfW-geförderte Projekte kann man gar nicht erstellen, wie durch diesen Effekt (rebound?) der Verbrauch steigt. Wenn [...] Mehr

    • 2.
    • von ohne Name 299
    • 21.08.2016 21:51

    Erwiderung auf Herrn Drewer

    Wenn die EnEV (die im Neubau ja einigermaßen befolgt wird) noch etwas verschräft wird, dann werden die Gebäude der Zukunft selbst bei konstant hoher Bautätigkeit kaum Energie verbrauchen (für die Errichtung wird freilich eine große Menge Energie aufgewandt). Zumindest wenn man sie mit den Bestandsgebäuden vergleicht. Letztere sind das große [...] Mehr

    • 3.
    • von Landschaftspaten Drensteinfurt
    • 26.08.2016 14:53

    Energieeffizienz und Kosteneffizienz

    Energieeffizienz und Kosteneffizienz können ggf. miteinander konkurrieren.

     

    Dieser Konflikt wird in dem Papier verschwiegen.

     

    Forderung: Den Konflikt von Energieeffizienz und Kosteneffizienz offen benennen und Strategien entwickeln, wie in konkreten Anwendungsfällen dieser Konflikt aufzulösen ist.

    • 4.
    • von Jochen MarwedeUnternehmen
    • 07.09.2016 13:43

    Was wird besteuert?

    Viele Entscheidungen sind wirtschaftlich begründet. Wir müssen uns daher fragen, was wollen wir billig, und was wollen wir teuer machen? Wir wollen weniger Energie und Ressourcenverbrauch und mehr Arbeit / Arbeitsplätze. Wir sollten daher Energie- und Ressourcenverbrauch stärker belasten und Arbeit entlasten. Die einfachste Methode hierfür [...] Mehr

    • 5.
    • von Jochen MarwedeUnternehmen
    • 07.09.2016 13:52

    Investor /= Nutzer

    Oft ist der Investor in Effizienzmaßnahmen nicht der Nutznießer dieser Maßnahmen. Hier sind systemische Änderungen in den Anreizen erforderlich. Ein eklatantes Beispiel hierfür ist die Struktur der Hartz IV Sätze. Die Mietzahlungen basieren auf der Kaltmiete, Heizkosten werden zusätzlich erstattet. Es besteht für Mieter kein Anreiz eine [...] Mehr

    • 6.
    • von Jochen MarwedeUnternehmen
    • 07.09.2016 14:06

    geringe Fixkosten, hohe Verbrauchskosten

    Eine weitere zentrale Herausforderung im Bereich Energieeffizienz entsteht durch "sowieso" Kosten. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist die CO2-abhängige Kfz Steuer. Ist diese einmal bezahlt, sind die Kilometerkosten nicht mehr so hoch, der Anreiz zu sparen entsprechend geringer. Der CO2 Ausstoß ist direkt proportional zum Kraftstoffverbrauch. [...] Mehr

    • 7.
    • von Jochen MarwedeUnternehmen
    • 07.09.2016 14:48

    geringe Fixkosten, hohe Verbrauchskosten 2

    Im Zusammenhang von hohe Fixkosten / geringe Verbauchskosten muss man im Sinne der Effizienz auch davor warnen im Strombereich die Netzkosten in einen höheren Grundbetrag umzuwandeln. Auch wenn dies theoretisch und vordergründig sinnvoll erscheinen mag, da der PV-selbstversorgte Haushalt sich dann nicht von Netzkosten "entsolidarisiert". Die beste [...] Mehr

    • 8.
    • von ohne Name 376Öffentliche Stelle
    • 29.09.2016 10:16

    Bewertung der Energieefizienz

    Die Bewertung der Energieeffizienz erfordert Messungen und geeignete Methoden zur Auswertung der Messungen, z.B. über Kennzahlen. Die Bewertung der Energieeffizienz ist in erster Linie ein techniches Problem, das nur durch technische Lösungen gelöst werden kann, die dann auch wirtschaftlich bewertet werden müssen. Für Messungen ist interessant, [...] Mehr


 

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