Glossar


Glossar

C

Contracting
Unter dem Begriff Contracting werden unterschiedliche Energiedienstleistungen zusammengefasst, bei denen Aufgaben der Energiebereitstellung, Energielieferung oder Verbrauchsoptimierung befristet auf einen externen Dienstleister (Contractor) übertragen werden.
Beim Energieliefer-Contracting zum Beispiel plant, errichtet, finanziert und betreibt der Contractor eine Anlage zur Bereitstellung von Wärme, Kälte oder Strom und vertreibt die erzeugte Energie über die Vertragslaufzeit (i.d.R. 5 – 10 Jahre) an den Kunden. Ein weiteres häufiges Contracting-Modell ist das Einspar-Contracting, bei dem der Contractor Energiesparmaßnahmen umsetzt und seine Aufwendungen über die Vertragsdauer zu einem festgelegten Anteil aus den eingesparten Energiekosten refinanziert.

D

Dekarbonisierung
Dekarbonisierung beschreibt die Umstellung von Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen mit dem Ziel einer Abkehr von kohlenstoffhaltigen Energieträgern.

Dezentrale, intelligente Steuerung
Im intelligenten Stromnetz (so genanntes Smart Grid) wird das effiziente Zusammenspiel von Energieangebot und Energienachfrage und damit die Integration der dezentralen Erzeugung aus erneuerbaren Energien gesteuert.

Digitalisierung der Energiewelt
Intelligente, automatisierte Verknüpfung der Wertschöpfungskette entlang Energieerzeugung, -speicherung und -verbrauch auf Basis von Systemdaten. Die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr und eine Vielzahl dezentraler Einheiten, Infrastrukturen und Marktakteure werden intelligent verknüpft, sodass neue Angebote und Geschäftsmodelle entstehen können.

E

Efficiency First
Das Prinzip Efficiency First sieht die grundsätzliche Abwägung zwischen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Dekarbonisierungsalternativen vor: eingesparte Energie muss weder erzeugt, gespeichert oder transportiert werden. Wo gesamtwirtschaftlich sinnvoll, sollte Effizienzmaßnahmen der Vorzug gegeben werden.

Effort sharing
Im europäischen Rahmen festgelegte Ziele zur Aufteilung der Treibhausgasreduktion unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bis 2020 (auch Lastenverteilung).

EndenergieAls Endenergie wird der Energieinhalt von Energieträgern bezeichnet, die der Endverbraucher zur Deckung des Energiebedarfs bezieht. Beispiele für Endenergieträger sind:

  • Strom,
  • Heizöl im Tank des Endverbrauchers,
  • Fernwärme an der Hausübergabestation. 

Endenergie resultiert aus Sekundär- oder ggf. Primärenergie, vermindert um Umwandlungs- und Verteilungsverluste, Eigenverbrauch und nichtenergetischen Verbrauch.

Energieeffizienzdienstleistungen
Energiedienstleistungen sind Leistungen der Energieplanung, -beratung, -beschaffung, -bereitstellung oder -einsparung durch einen externen Dienstleister (s. Energiedienstleister), die zu in der Regel mess- oder schätzbaren Energieeffizienzverbesserungen oder Primärenergieeinsparungen führen.

Energiedienstleister
Ein Energiedienstleister ist ein externer Dienstleister, der auf Grundlage eines Vertrages Energiedienstleistungen oder andere Energieeffizienzmaßnahmen erbringt oder durchführt.

Energieeffizienz
Energieeffizienz ist das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz. Sie gibt an, wie hoch der Energieaufwand ist, um einen bestimmten Nutzeffekt zu realisieren (siehe auch Wirkungsgrad). Oft kann durch technische Maßnahmen eine Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden, d. h., der Energieaufwand kann bei gleichem Nutzeffekt gesenkt werden.

Energieintensität
Energieintensität ist das Verhältnis des Primärenergieverbrauchs zum Bruttoinlandsprodukt und somit eine Kennzahl, die Aufschluss über die Effizienz des gesamtwirtschaftlichen Einsatzes von Energie liefert (Kehrwert der Energieproduktivität).

Energiemanagementsystem
Energiemanagementsysteme sind zentrale Instrumente zur kontinuierlichen und systematischen Erkennung und Hebung von Energieeinsparpotenzialen. Sie basieren auf einer Erfassung der Energieströme im Unternehmen. Durch ein übergreifendes Monitoring und regelmäßiges Anpassen der Maßnahmen an geänderte Rahmenbedingungen (Managementzyklus) wird eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz erreicht.

Die Bundesregierung setzt über die Gewährung des Spitzenausgleichs sowie durch die Besondere Ausgleichsregelung bereits Anreize für die Unternehmen des produzierenden Gewerbes für die Einführung von Energiemanagementsystemen. Daneben fördert das BMWi die Erstzertifizierung von Energiemanagementsystemen sowie den Erwerb der dazu erforderlichen Software und Messtechnik. 

Energieproduktivität
Die Energieproduktivität ist ein Maß dafür, wie viel Geldeinheiten wirtschaftlicher Leistung (Bruttoinlandsprodukt) pro Einheit eingesetzter Energie erzeugt werden (Kehrwert der Energieintensität). Sie bezieht sich entweder auf den Primärenergie- oder Endenergieverbrauch.

Energiesuffizienz
Energiesuffizienz ist ein Maß für die Verminderung von Energieverbrauch durch echten Verzicht, absolute Reduktion, Substitution oder angepasste Energiebedarfe.

F

Flatrate-Geschäftsmodell
Geschäftsmodell, bei dem Kunden zum Festpreis ein unlimitierter Konsum ermöglicht wird.

Flexibilitätsoption
Als Flexibilitätsoption werden Prozesse bzw. Technologien bezeichnet, die Stromerzeugung und –verbrauch sicher, kosteneffizient und umweltverträglich synchronisieren können. Dazu zählen flexible Erzeuger, flexible Verbraucher (zu-, ab- und verschiebbare Lasten), Speicher und Stromnetze.

G

GHD
Abkürzung: Gewerbe, Handel und Dienstleistungen

I

Indikatives Energieeinsparziel
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich dazu verpflichtet, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu steigern. Gemäß EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) melden die Mitgliedstaaten indikative, absolute Einsparziele gegenüber einer Referenzentwicklung.

Intelligentes Messsystem
Ein intelligentes Messsystem ist eine in ein Kommunikationsnetz (siehe Smart Meter Gateway) eingebundene Messeinrichtung zur Erfassung elektrischer Energie, die den tatsächlichen Energieverbrauch und die Nutzungszeit in Echtzeit anzeigt und über weitere Funktionen ein Energiemanagement mit Steuerung und Schaltung von Geräten ermöglicht.

Interoperabilität
Interoperabilität ist die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme oder Geräte, mit vergleichbarer Systemumgebung, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten und innerhalb eines Standards zu kommunizieren.

Jahresarbeitszahl
Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe bezeichnet das Verhältnis der abgegebenen Jahresnutzwärme zur gesamten von der Wärmepumpe aufgenommenen elektrischen Energie. Je größer die Jahresarbeitszahl, desto höher der Wirkungsgrad der Wärmepumpe.

L

Labelling
Labelling ist die zielgerichtete Bereitstellung von Informationen mittels einfach verständlicher Etiketten. Es bietet eine transparente Entscheidungshilfe beim Einkauf von Produkten, die für den Energieverbrauch relevant sind, und umfasst insbesondere die durch die Europäische Union eingeführte Energieverbrauchskennzeichnung mit dem EU-Energielabel u. a. für Haushaltsgeräte.

Lastmanagement (Demand Side Management)
Lastmanagement ist die flexible Steuerung von Stromverbrauchern, entweder zur Optimierung des eigenen Strombezugs oder um im Energieversorgungssystem Erzeugung und Verbrauch zu synchronisieren. Stromverbraucher senken oder erhöhen hierfür auf Basis von Preissignalen zeitweilig ihre elektrische Leistungsaufnahme. So können flexible Lasten nach Aufforderung zur Erbringung von Systemdienstleistungen für einen stabilen Netzbetrieb oder generell zum Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch eingesetzt werden.

Lock-in-Effekt
Lock-in-Effekte (auch Pfadabhängigkeiten genannt) verhindern den Wechsel zu grundsätzlich günstigeren Technologien / Anbietern, etwa bei hohen Investitionskosten in der Vergangenheit, Wechselkosten oder Vertragsstrafen bei vorzeitiger Vertragsauflösung

M

Mehrwertdienste
Unter Mehrwertdiensten sind Leistungen zu verstehen, die auf eine Smart-Meter-Infrastruktur und die von ihr erfassten Daten zugreifen, aber über direkte Energiedienstleistungen bzw. die intelligente Netz- und Verbrauchsdatensteuerung hinausgehen (siehe Smart Meter). Daraus entwickeln sich umfangreiche Nutzenpotenziale, die es dem Anwender ermöglichen, von innovativen Lösungen im Bereich von Haussicherheitsmaßnahmen oder von neuen Komfortangeboten zu profitieren (siehe Smart Home).

N

Netzdienlichkeit
Netzdienlichkeit beschreibt die Funktionen und Wirkungen intelligenter Messsysteme oder sonstiger Maßnahmen, die einen positiven Nutzeneffekt für den Netzbereich (wie Planung, Management und Betrieb) haben.

Nutzenergie
Unter Nutzenergie versteht man denjenigen Anteil der Endenergie, welcher dem Verbraucher tatsächlich als Nutzen zur Verfügung steht. Beispiele für Nutzenergie sind:

  • die Wärmeenergie, die in einem Liter kochend heißem Wasser steckt,
  • die Wärmeenergie, die in einem 20° C warmen Wohnraum steckt,
  • die Lichtenergie, die eine Glühlampe während einer Stunde abstrahlt,
  • die kinetische Energie, die in einem auf 100 km/h beschleunigten PKW steckt.

Nutzungsgrad
Der Nutzungsgrad ist ein Maß dafür, wieviel von der im Energieträger gespeicherten Energie auch tatsächlich als Nutzenergie verwendet wird. Im Unterschied zum Wirkungsgrad, der nur in einem (optimalen) Betriebspunkt gemessen wird, wird der Nutzungsgrad über einen längeren Zeitraum ermittelt. Der Wirkungsgrad ist deshalb in der Regel höher als der Nutzungsgrad.

Ö

Ökodesign
Ökodesign ist ein systematischer und umfassender Betrachtungs- und Gestaltungsansatz für Produkte, um durch verbessertes Produktdesign Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus zu mindern. Ökodesign legt auch Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Auf europäischer Ebene bildet die Ökodesign-Richtlinie den Rechtsrahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte.

Primärenergie
Primärenergie bezeichnet den Energieinhalt von Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterzogen wurden. Primärenergieträger sind z. B. fossile Brennstoffe, wie Erdgas, Steinkohle und Erdöl, Kernbrennstoffe wie Uran, aber auch regenerative Energiequellen, wie Wasserkraft, Sonne und Wind. Zur Primärenergie werden auch alle Produkte aus Primärenergieträgern gezählt, die ein- oder ausgeführt werden. Hierzu gehört auch der Im- und Export von Strom.

Rebound-Effekt
Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass eine Steigerung der Energieeffizienz nicht automatisch zu einer Senkung des Energieverbrauchs in gleichem Maß führt. Beispielsweise kann der Einsatz energieeffizienter Lampen dazu führen, dass diese öfter und länger genutzt werden, da die Beleuchtung als kostengünstig eingeschätzt wird.

S

Sektorkopplung
Bei der Sektorkopplung bedient das Stromangebot die Nachfrage nach Energie in Haushalten (Wärme und Kälte) und Verkehr (Antrieb), sowie in Industrie und GHD (Wärme, Kälte und Antrieb). Sektorkopplung trägt zu den Zielen der Energiewende bei, wenn Strom aus erneuerbaren Energien energieeffizient eingesetzt wird und dadurch fossile Energieträger ersetzt werden. Beispiele für Sektorkopplung sind im Verkehrsbereich die Elektromobilität oder im Wärmebereich Wärmepumpen.

Sekundärenergie
Sekundärenergie entsteht durch Umwandlung und unter Energieverlust aus Primärenergie. Es handelt sich dabei um leicht speicherbare/nutzbare bzw. transportierbare Energieformen, wie z. B. Koks, Briketts, Strom oder Heizöl.

Smart Building
Der Begriff Smart Building beschreibt ein Gebäude, das sich durch gesteigerte Funktionalität und erhöhten Komfort sowie insbesondere durch Energieeffizienz auszeichnet. Neben ökologischen Gesichtspunkten stehen dabei auch die Kosteneffizienz und -senkung durch multifunktionale Nutzung von Gebäudekomponenten im Vordergrund.

Smart Home
Das Smart Home beschreibt ein Wohnhaus erhöhter Lebens- und Wohnqualität sowie gesteigerter Energieeffizienz unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Aspekte. Die Verbesserungen werden durch eine informations- und sensortechnische Aufrüstung und ein in sich selbst und nach außen vernetztes Wohnhaus erzielt.

Smart Meter (intelligente Zähler)
Intelligente Zähler sind Messeinrichtungen, die Letztverbraucher über Energieverbrauch und Nutzungszeit informieren. Intelligente Zähler haben über eine Schnittstelle die Möglichkeit, in ein Kommunikationsnetz eingebunden und so nachträglich zu einem intelligenten Messsystem erweitert zu werden.

Smart Meter Gateway
Zentrale Kommunikationseinheit, welche die elektronischen Messeinrichtungen des Letztverbrauchers mit den verschiedenen Marktteilnehmern (bspw. Smart-Meter-Gateway-Administrator im Auftrag des Messstellenbetreibers, Verteilnetzbetreiber oder Energielieferanten) verbindet. Das Smart Meter Gateway hat in diesem Gefüge dafür Sorge zu tragen, dass alle Kommunikationsverbindungen verschlüsselt werden und dass nur bekannten Teilnehmern und Geräten vertraut wird.

Strommarkt 2.0
Ein moderner, europäischer Strommarkt für die Energiewende, der auch bei hohen Anteilen von erneuerbaren Energien eine sichere, kostengünstige und umweltverträgliche Versorgung mit Strom gewährleistet. Im Strommarkt 2.0 agieren die Akteure auf Basis zentraler, unverzerrter Preissignale.

Stromnetzentgelte
Stromnetzbetreiber erheben Entgelte für die Netznutzung (insb. durch Stromlieferanten) erheben. Diese Stromnetzentgelte finden Eingang in den Gesamtstrompreis, den Stromlieferanten von Endverbrauchern erheben.

Systemdienstleistungen
Systemdienlichkeit beschreibt im allgemeinen Verhalten, das zu einem volkswirtschaftlich kostengünstigen und umweltverträglichen Betrieb des Stromversorgungssystems beiträgt. Im Besonderen handelt es sich um Dienstleistungen zur Gewährleistung eines zuverlässigen Betriebs des Stromsystems. Zu den Systemdienstleistungen zählen:

  • Regelenergie (Primärregelung, Sekundärregelung, Tertiärregelung),
  • Spannungshaltung,
  • Ausgleich der Wirkverluste,
  • Schwarzstart-/Inselbetriebsfähigkeit,
  • Systemkoordination,
  • betriebliche Messungen.

Treibhausgasemission
Treibhausgase absorbieren von der Erdoberfläche reflektiertes Sonnenlicht und erwärmen so die Erdatmosphäre. Für diesen Treibhauseffekt sind in erster Linie die Gase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) verantwortlich. Treibhausgase werden insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Heizung, Stromerzeugung, Kfz-Verkehr, Produktionsprozesse) sowie durch landwirtschaftliche Aktivitäten ausgestoßen. Steigende Emissionen dieser Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten führen zu einer globalen Erwärmung und weiteren unerwünschten Klimaveränderungen.

V

Variable Stromtarife
Stromtarife, die das Börsenpreissignal möglichst echtzeitnah und unverzerrt an Verbraucher weitergeben, um eine systemdienliche Synchronisierung von Erzeugung und Verbrauch anzureizen. Dies kann zudem Anreize zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs nach Auswertung intelligenter Messeinrichtungen und in Abhängigkeit vom Verbraucherverhalten (siehe Smart Meter) setzen. Variable Stromtarife sind insbesondere lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife.

Volatile Energieerzeugung
Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (insbesondere Sonne und Wind) ist witterungsbedingt sowie jahres- und tageszeitlichen Schwankungen unterworfen.

W

Wettbewerbliche Ausschreibungsmodelle für Energieeinsparungen
Wettbewerbliche Ausschreibungsmodelle verfolgen einen marktwirtschaftlich orientierten Förderansatz. Den Zuschlag erhalten diejenigen Maßnahmen, die im Ausschreibungsverfahren das wirtschaftlichste Kosten-Nutzen-Verhältnis (Euro je eingesparte kWh) ausweisen. Mit dem Pilotprogramm "Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: STEP up!" fördert das BMWi die Senkung des Stromverbrauchs durch strombezogene Maßnahmen (http://www.stepup-energieeffizienz.de).

Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad beschreibt allgemein das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand (Energieertrag zu Energieeinsatz). Der Wirkungsgrad gilt als allgemeines Maß für die Wirksamkeit eines Energieumwandlungsprozesses.


Fußleiste